Bekenntnisse eines Cuckolds – Teil 1

Meine “Laufbahn” als Cuckold war nicht etwas, das ich mir jemals in allzu bunten Farben ausgemalt habe. Und doch muss es schon immer in mir geschlummert haben, angesichts dessen, mit welcher Bereitschaft ich die gebotene Gelegenheit ergriffen habe.

An einer Sache besteht kein Zweifel – dass meine Frau mich mit einem fremden Mann betrog, geschah nicht zufällig und ich war daran nicht unschuldig. Wir waren damals in unserem neunten Ehejahr und so war alles Sexuelle zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Zustand gewisser Ermüdung. Von einem kompletten Stillstand zu sprechen, wäre vielleicht übertrüben, doch die gelegentlichen Auseinandersetzungen in Schlafzimmer waren ziemlich monoton und gänzlich uninspiriert. Meine Frau hätte sichtlich mehr Interesse gehabt, doch ich redete mich aus. Im Grunde zog ich der Einfachheit halber den Computer mit den Porno-Webseiten vor – das war unkompliziert und effektiv. Irgendwie dachte ich stets, meine Frau würde es ähnlich handhaben.

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Als ich irgendwann begonnen hatte, meine Libido wieder zu entdecken und darum auch mehr Interesse bekundete, stieß ich überraschenderweise auf einen Widerstand aus Desinteresse und Ausreden, die meinen eigenen Entschuldigungen nicht unähnlich waren. Vermutlich hätte ich es dabei auch belassen. Wir hatten schließlich gelegentlich Sex und waren dabei auch nicht übertrieben “kalt” oder “unengagiert”. Doch es blieb bei seltenen Zwischenfällen. Und ich konnte nicht übersehen, dass meine Frau dabei stets früh und intensiv all jene Tricks zum Einsatz brachte, die dazu beitrugen, dass ich zügig zum Schluss kam. Es mutet so an, als ob sie mich so schnell wie möglich “abfertigen” wollte, ohne dabei auffällig wirken zu wollen.

Ich kann nicht behaupten, dass ich aus dieser Situation heraus jemals einen richtigen Verdacht geäußert hätte, wäre mir da nicht der Zufall zur Hilfe gekommen. So galten seit einigen Jahren die Sonntage meiner Vereinstätigkeit. Dies zog aber auch nach sich, dass ich jede anderthalb Stunden in eine andere Stadt fahren musste. Ich blieb zumeist den gesamten Nachmittag und kehrte in den Abendstunden zurück. Meine Frau gewöhnte sich an, diese Zeit zum Aufräumen der Wohnung zu benutzen. Die war etwas, das wir früher so nie gemacht hatten, denn ich hielt nicht viel von Rollenverteilung. Doch im letzten Jahr hatte sich das eben so ergeben und meine Frau begründete dies damit, dass sie es gerne machte und dabei gut nachdenken konnte. Ich wollte ihr da nicht widersprechen. Wenn sie gerne sonntags staubsaugen und den Boden wischen wollte, währen dich mit meinen Kumpels meine Zeit verbrachte, sollte sie es natürlich tun.

Eines Tages saß ich bei uns in der Küche und las eine Zeitschrift. Eva war nicht da, sie hatte ihren monatlichen Termin beim Friseur. Es war mehr ein Zufall, dass durch die halboffene Tür mein Blick auf ihren Laptop fiel, der da im Schlafzimmer am Bettrand lag. Sie hatte wohl vergessen, ihn vollständig zuzuklappen. Es fehlten nur wenige Zentimeter, aber das war nicht genug, um das Gerät zum Einschlafen zu bringen. So war da ein Bildschirmschoner war angelaufen und flimmerte aus der Dunkelheit des Zimmers.

Ich stand auf und ging herüber. Eigentlich wollte ich im Vorbeigehen nur auf den Deckel drücken und den Rechner so einfach zuklappen. Doch dann plötzlich juckte es mich in den Fingerspitzen und ich setzte mich lieber auf den Bett rand und drehte den Laptop in meine Richtung. Ich öffnete die Klappe wieder vollständig und bewegte die Finger über den Touchpad. Der Bildschirmschoner verschwand und ich starrte auf den Desktop. Ich kannte das Passwort nicht und so empfand ich plötzlich eine seltsame, unkonkrete Neugierde, mich auf der Festplatte umzusehen. Dies war vorerst recht unergiebig, ja geradezu enttäuschen langweilig.

Doch dann öffnete ich den Browser und ging auf die “History”. Es war nicht zu übersehen, dass der Webmailer von Google häufig im Einsatz gewesen war. Das war ungewöhnlich, denn ich wusste von keiner Mailadresse, die Eva dort benutzen würde. Da sie das Passwort im Browser hinterlegt hatte, war ich schnell drin. Von da an war es nun noch eine Frage von Sekunden, bis ich auf dem Boden der Tatsachen angekommen war.

Der Mailverkehr mit einem gewissen “Serge” ließ keinen Zweifel aufkommen – meine Frau hatte eine Affäre mit einem Mann. Ihre Korrespondenz war extrem nüchtern und sachlich, ganz so als wollten beide Seiten sich nicht in romantischem Geplänkel ergehen. Ständig ging es nur um Terminvereinbarungen, die mit halben Sätzen bestätigt wurden. Der geheimnisvolle Liebhaber hatte alles andere als ein Gespür für Grammatik oder Rechtschreibung. So wimmelte es dabei von Sprachperlen wie “Gehts Sontag?” [sic!]. Meine Frau antwortete da nicht minder kurz angebunden mit abgehackten Mitteilungen: “Klar. Übliche Zeit.” Nur manchmal mischte sie kurze sinnliche Botschaften auf Französisch in den Text, wie zum Beispiel ein gelegentliches “J’ai besoin de toi.

Ich hätte wohl wütend werden sollen, gewahr dessen, dass ich alles Recht auf meiner Seite zu haben schien. Doch da war etwas andere, das in mir während dieser eigentlich so kargen Lektüre aufstieg. Ich spürte durchaus einen starken Unmut in mir, doch es war keine unmittelbare Wut auf meine Frau und ihren geheimnisvollen Liebhaber. Es war mehr eine Unzufriedenheit darüber, dass ihre Korrespondenz so gar keine Details oder Auskünfte darüber vermittelte, was zwischen den beiden ablief.

Ich konnte mir natürlich denken, was da ablief. Aber ich konnte es mir nicht vorstellen. Ohne es zu merken, wurde ich vollständig von der Sehnsucht verzehrt, meine Frau dabei zu beobachten, wie sie mich betrügt. Es war mir wichtig, sie dabei zu sehen. Ich wollte sehen, wie “Serge” sie fickt. Ich wollte sehen, wie sie sich dabei benimmt, wie ihre Stimme dabei klingt und welche Bewegungen sie dabei machte. Als ich den Laptop schließlich zugeklappt hatte, war ich von dieser Thematik gänzlich besessen.

Eva hatte einen wirklich guten Trick gefunden, entspannt ihrer kleinen Hurerei nachzugehen. Nun erst wurde mir bewusst, dass sie an den meisten Sonntagen einen recht harmlosen Anlass gefunden hatte, mich anzurufen. Fast immer war das um zwei Uhr nachmittags, manchmal erst um halb drei. Etwas gedacht habe ich mir dabei nie. Es war wirklich sehr lässig aufgezogen. Mal fragte sie mich kurz, ob ich mich erinnern würde, wo wir die Staubsaugerbeutel abgelegt haben, beim nächsten Mal ging es darum, ob ich denn dieses oder jenes essen wollte, wenn ich zurückkam. Hierbei entstand stets eine kurze Unterhaltung zwischen uns, die von ihrer Seite harmlose Fragen, wie “Und, bist du schon angekommen?“, oder “Alles klar bei euch Jungs?“, oder “Und? Wie ist die Stimmung?” beinhaltete.

BDSM Geschichten - Eva, des Cuckis EhefrauSie ging damit auf Nummer Sicher. Wenn sie die Bestätigung hatte, dass ich in der Tat 120 Kilometer entfernt an einem Tisch saß, mit einigen Karten in der Hand, wusste sie, die Luft war für eine Weile rein und dass es physikalisch unmöglich war, dass ich plötzlich und unerwartet in der Schlafzimmertür stehen würde.

So konnte sie ihren Lover einladen und sich von ihm besteigen lassen.

Und ich wollte das nächste Mal dabei. Es war wie ein Fieber in mir und nichts auf der Welt hätte mich davon abgebracht. Doch wie anstellen? Natürlich hätte ich etwas mit einer kleinen Webcam basteln können – vielleicht hätte es funktioniert. Aber ich wollte nicht unten im Auto sitzen und auf ein verwaschenes Laptop-Bild starren. Ich wollte im Raum sein.

Offensichtlich konnte ich mich nicht im Schrank aufhalten. Zum einen war das ein etwas arg enger Schrank und ich hatte keine Garantie, dass sie im Verlauf ihres sexuellen Abenteuers nicht einen Grund hatte, den selben Schrank zu öffnen. Unter dem Bett zu liegen, mutete auch nicht sehr befriedigend an – denn dort mochte ich höchsten viel von den Intensität ihrer Begegnung mitkriegen – aber sehen konnte man da nichts.

BDSM Geschichten - SchlafzimmerIch sah mich im Schlafzimmer um und bekam plötzlich eine Idee. Seit Jahren lagerten wir auf dem Schrank alte Kisten mit nutzlosem Kram, den wir ohnehin früher oder später wegwerfen werden. Wie die dünne Staubschicht auf der Oberfläche der Kartons verriet, waren seit Jahren weder meine Frau noch ich bereit gewesen, uns mit diesem Ballast zu beschäftigen. Doch bildeten diese Kartons eine vollständige, wenn auch recht hässliche, Barriere, die sich bis auf einige Zentimeter den gesamten Raum zwischen dr Oberseite des Schranks und der Decke ausfüllte. Es wäre eine relativ einfache Angelegenheit, alle vier Kartons herunterzunehmen und sie mit einem Kartonschneider so zu präparieren, dass sie einen gemeinsamen Raum bildeten, in dem ich liegen konnte. Die vordere Fassade der Kantons bliebe so wie immer und niemand könnte vom Bett aus erkennen, dass sich hinter dieser Reihe aus vier Boxen ein auf der Seite liegender Mensch befand.

Es war eine obskure Verrücktheit. Doch wenn ein Mensch von etwas besessen ist, spielt der Grad der Verrücktheit häufig keine Rolle. Dazu kam, dass die Umsetzung nun nicht mehr sehr aufwendig erschien. Ich hatte noch eine halbe Woche Zeit, bis der Sonntag kam. Das war mehr als genug, um den Inhalt der Kartons in andere Kisten umzupacken und diese im Keller verschwinden zu lassen. Die Kisten zu präparieren war erwartungsgemäß ein Kinderspiel. Ich teste das Hochklettern auf den Schrank über die Kommode daneben. Während ich oben im Dunkeln der Kartons saß, begann ich vorsichtig möglichst unscheinbare Löcher in die Pappe zu schneiden.  Ich durfte dann später nicht zu sehr das Auge gegen die Löcher drücken, sondern musste etwas weiter im dunklen Hintergrund bleiben. Ich war im Begriff, ein heimlicher Cuckold zu werden.

Plötzlich hörte ich die Haustür. Es musste Eva sein. Sie war heute viel früher als sonst daheim. Ich erstarrte. Ich hatte zum Glück alle Kisten und Müllsäcke in den Keller gebracht, so dass sie nach dem Betreten des Schlafzimmers nichts ungewöhnliches erblickte. Nun im Flur stand eine Pappkiste, die ich mit den ausgeschnittenen Kartonteilen gefüllt hatte. Dies konnte mir zum Verhängnis werden, doch ich vermutete, dass Eva nur geringes Interesse an Papiermüll zeigen würde. Ich hörte sie bereits das Schlafzimmer betreten und neigte mich in meinem Versteck leicht vor, um die frisch ausgeschnittenen Schlitze im Karton zu testen. Ich sah sie tatsächlich wunderbar neben dem Bett stehen. Sie entkleidete sich und verschwand unter der Dusche.

Ich lauschte eine halbe Minute dem prasselnden Wasser und begann dann vorsichtig aus meinem Versteck herauszuklettern. Der Schrank knarzte dabei ein wenig, doch er war leise genug, um von der Dusche aus nicht gehört zu werden. Als ich endlich festen Boden unter den Füßen fühlte, eilte ich auf Zehenspitzen zum Eingang. Ich zog mir dort Schuhe an, die ich sonst nie trug, denn es war durchaus möglich, dass Eva vorhin beim Hereingehen meine üblichen Straßenschuhe gemerkt hatte. So würde ich nicht in eine schwer erklärbare Situation geraten.

Draußen setzte ich mich auf die Treppe und kam erstmal zur Ruhe. Nach zehn Minuten trat ich an die Tür, steckte den Schlüssel ins Schloss und betrat die Wohnung, als wäre nichts gewesen.

“Ich habe paar Kisten im Keller besser aufgeräumt”, erklärte ich nach der Begrüßung gang beiläufig. “Ich bringe noch diese Reste zur Papiertonne.”

Der heimliche Cuckold war geboren. Und er sollte ein Voyeur von einzigartiger Besessenheit werden.


Es gibt zu dieser Geschichte bereits eine Fortsetzung!

https://bdsm-geschichten24.de/bekenntnisse-eines-cuckolds-teil-2/

 

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8 Gedanken zu „Bekenntnisse eines Cuckolds – Teil 1

  1. Ich bin gerade ziemlich fasziniert. Ich kann nur ahnen, wohin diese Reise führt und es ein wenig furchterregend. Aber auch so seltsam reizvoll…

  2. Danke, dass es euch gefällt. Das ist wie wenn man ein Video mit einem Zugunglück beobachtet. Man weiß genau, wie es ausgeht, aber wegsehen geht auch nicht…

  3. Also ich habe mir dieses “Zugunglück” (wie es der Verfasser selber nennt) auch mal reingezogen und muss sagen – sehr unterhaltsam. Ich finde es nett, mal etwas zu lesen, das irgendwie prickelnd ist, aber doch so gar nichts mit meiner eigenen Neigung zu tun hat. Erfrischend. Ich lese jetzt mal die Fortsetzung…

  4. Gute Idee mit den Kartons. Muss ich mir merken. Lach…
    PS: Ich glaube, ich würde es auch so machen. Zu neugierig. Wobei man heute eher dazu neigen würde, irgendeine Kamera oder Handy mitlaufen zu lassen. Auch nützlich fürs Scheidungsverfahren. 🙂

  5. Ich kann schon verstehen, dass das für jemanden, der Cucki-Neigungen hat, die ultimative Fantasie ist, weil da noch diese Heimlichkeit dazu kommt. Das ist dann eben kein Rollenspiel, wo irgendwelche Abläufe vereinbart wurden, sondern “the real thing”. Ist wie der Unterschied zwischen einer typischen SM-Session und der Fantasie, WIRKLICH in einer strengen englischen Schule diszipliniert zu werden. Das würde man in der “echten” Welt da draußen auch viel kritischer sehen (Misshandlung von Kindern, etc.). SM bewegt sich immer am Rande des Kritischen.

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