Die Erpresserin (Teil 4)

Die sexuelle Erpressung geht weiter: Auch Heikes drittes Opfer hat keine Wahl, als sich ihren Gelüsten zu fügen. 

Heike blickte der Weihnachtszeit stets mit einem gewissen Missmut entgegen. Für andere mochte es eine besinnliche Zeit sein, doch sie erlebte die meisten Weihnachten (von dem Besuch bei ihren Eltern und der grässlichen Betriebsfeier abgesehen) als eine Zeit der Einsamkeit.

Doch dieses Jahr hatte sie nicht vor, die Tristesse ihre Feiertage beherrschen zu lassen. Sie hatte inzwischen ihre zwei Toy-Boys unter ihrer Fittiche. Sie ließ abwechseln Markus und Peter antanzen, stets mit dem Bedrohungsszenario, die pikanten Details ihres früheren Sexlebens in der gesamten Familie und Bekanntschaft auszubreiten. Das verlor nie seine Wirkung.

Bei Markus gewann Heike zunehmend den Eindruck, dass ihn das Arrangement irgendwie auch anmachte. Sie wusste aus seiner intimen Korrespondenz, dass er sich nach starken, dominanten Frauentypen sehnte, während er über submissivere und schwächer anmutende Frauen herablassend sprach und sie alle für Schlampen hielt.

Und bei Peter war dessen kränkliche Ehefrau aus dem Krankenhaus zurückgekommen. Das führte dazu, dass der ewige Ehebrecher eher froh war, wenn ihn Heike zu sich rief, da dies eine unkomplizierte Art war, mal etwas zu vögeln. Er wirkte zwar auch nach Monaten noch immer gekränkt über die Erpressung, der er ausgesetzt war, doch es schien, als ob ihm Heikes Auftreten auch etwas beeindruckte.

Heike selbst war bei den ersten beiden Erpressungsrunden extrem nervös und es hatte sie einiges an Willenskraft gekostet, den beiden Männern gegenüber lässig und gebieterisch aufzutreten, während ihr Puls dabei wie verrückt raste. Doch nun hatte sie sich längst an ihre eigene Courage angepasst. Sie wurde viel lockerer und hatte keine Bedenken, ihre Lust mit Hilfe der beiden erpressten Männer zu befriedigen.

Doch sie vergaß auch nicht, dass da noch die “Wand” war. In ihrem Arbeitszimmer hingen Dutzende Fotos an der Wand, die insgesamt fünf Erpressungskandidaten und ihren Familien- und Freundeskreis erfassten. Heike hatte Tage dran gesessen und heimlich das Leben dieser durchtriebenen Männer studiert. Sie alle waren Mitglieder der „Oriolle“-Kontaktbörse, wo sie den überwiegenden Teil ihrer Eroberungen machten. Sie alle waren sogenannten Alphas. Schönlinge, die es sich aussuchen konnten und deshalb über eine Frau wie Heike kaum stolpern würde.

Da sich zwei von ihnen – Markus und Peter – bereits fest im erpresserischen Griff von Heike befanden, sollte der dritte von ihnen dran sein: Sven.

Sven war ein richtiger Familienvater mit Frau und Kindern. Dass allein war Heike nicht so wichtig. Doch als sie versucht hatte, sich mit ihm freundschaftlich zu verknüpfen, hatte er ihre Anfrage gelöscht und sie kommentarlos blockiert. Das ärgerte Heike nun allzu sehr, denn sie musste nun einen zweiten Account anlegen, um Sven überhaupt erneut ansprechen zu können.

Doch war diese kleine Hürde schnell überwunden und so schrieb sie ihm sogleich eine ihrer typischen Nachrichten:

“Hallo Sven,
ich möchte dir im Vorfeld sagen, dass es mir sehr aufgestoßen ist, dass du meine Kontaktaufnahme ignorierst und sogar mein Profil für dich blockiert hast. Dabei ist es mir ein Anliegen, mit dir in Kontakt zu treten, da mir dein Aussehen gefällt. Ich habe mich ganze Wochen nur mit dir beschäftigt. In gewisser Weise bin ich ein Fan.

Auf diese Weise habe ich über dich einiges in Erfahrung gebracht habe. So weiß ich, dass du jeden Monat mehrere Tage auf geschäftlichen Reisen bist. Zumindest denkt deine Ehefrau das. Dass es in Wirklichkeit kaum mehr als eine oder zwei Reisen pro Monat sind, hältst du vor Frau geheim. So entstehen dir monatlich mehrtägige Zeitfenster für Begegnungen mit deinen Geliebten.

All das könnte ich noch nachsehen, doch deine private Kommunikation macht deutlich, wie sehr du deine Liebschaften ebenfalls belügst. Kaum zu fassen, dass du einigen dieser Frauen, mit denen du dich triffst, erzählst, deine Ehe sei in Wirklichkeit in Trümmern und so gut wie aufgelöst. Dabei lese ich regelmäßig deine Korrespondenz mit deiner reizvollen Frau Brigitte. Von einem ehelichen Trümmerhaufen ist das wenig zu spüren.

Anbei findest du umfangreiche Dokumentation deiner Schandtaten, inklusive einer Übersicht deiner heimlichen Liebschaften und die typischen Beweisfotos. Diese Unterlagen werden deiner Ehefrau zugestellt werden und vielen anderen Menschen aus deinem Bekanntenkreis. Die Namensliste findest du anbei.

Es liegt nun gänzlich in deiner Hand, diesen Vorgang zu stoppen. Nur solltest du als nächsten Schritt deutlich entgegenkommender sein, wenn ich versuche, mit dir in Kontakt zu treten.

Deine neue Liebschaft
Heike”

Es dauerte nur die üblichen zwanzig Minuten, als Svens Antwort eintraf.

Ich lasse mich von dir nicht erpressen“, hieß es darin. “Während du das liest, erzähle ich meiner Frau alles. Und was die anderen Leute betrifft – tue es und ich werde dich anzeigen und auf Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte verklagen. Stelle dich darauf ein, mir für die nächsten 15 Jahre Schadensersatz zu zahlen. Ich würde mir schon mal einen zweiten Job suchen.

Heike verzog den Mundwinkel. Sie wusste, dass er bluffte. Er war ein Mann. Sie alle blufften ständig. Die Unehrlichkeit war offensichtlich ein Teil ihrer DNS.

Sie ging zum Kühlschrank und kehrte mit einem großen Nutella-Glas zurück. Sie ließ sich damit aufs Sofa fallen, legte die nackten Füße auf den Glastisch und schaute ausdruckslos fern, während der Löffel in ihrer Hand mechanisch im Nutella-Glas verschwand und anschließend in ihren Mund wanderte. Nach ungefähr zwanzig Minuten legte sie schließlich das Glas weg, griff nach dem Handy auf dem Tisch und stand etwas ächzend auf.

Langsam schlurfte sie zu ihrer “Wand”. Sie fuhr mit den Fingern über die Fotos, die Svens Familie zeigten. Sie hatte sie von seinem Facebook-Account heruntergeladen und ausgedruckt. Die Kontaktdaten zu Svens Ehefrau zu finden, war damals schon etwas schwerer gewesen. Doch Heike fand dank den sozialen Medien heraus, dass sie eine Floristin mit eigenem Laden und einer niedlichen Webseite war. Im Impressum wartete dann schließlich die Telefonnummer auf sie.

“Danke, Telemediengesetz”, witzelte Heike halblaut, während sie auf der Höhe der ausgedruckten Papierseite stand und mit ihrem Daumen die Ziffern ins Handy tippte.

Während das Telefon wählte, stand Heike weiterhin vor der Wand und musterte die Nacktfotos, die Sven mit einer seiner Liebschaften in einem Hotelzimmer aufgenommen hatte. Sie gab ihm einen Blowjob, er hielt dabei sein Handy in der Hand und fotografierte sie von oben, während sie mit ausgebeulten Backen zu ihm lasziv hochblickte.

“Mal sehen, was Anja und ihre Freunde dazu sagen”, brummte Heike.

Doch nicht die Ehefrau Anja, sondern eine männliche Stimme erklang.

“Ja?”

“Heike hier. Lass mal deine Frau ans Telefon.”

“Das werde ich nicht tun!” Seine Stimme war stark gedämpft.

Heike musste leise lachen. Es war so offensichtlich, dass Sven gar nichts gebeichtet hatte.

“Willst du jetzt für immer das Handy deiner Frau bewachen? Das wird schwierig, mein Lieber.”

Es folgte längeres Schweigen. Heike hörte den unruhigen Atem in der Leitung. Türen klappten zu. Offensichtlich floh Sven in eine andere Ecke der Wohnung, um ungestörter zu sein.

“Was willst du von mir?”, zischte er wütend? “Willst du Geld? Ich habe keins.”

“Geld!”, Heike lachte laut auf. “Du bist so drollig. Ich will deinen Schwanz, deine Zunge, deinen Arsch. Das ist, was ich will.”

“W-was?”

“Du hast mich schon verstanden. Denkst wohl du bist zu heiß und zu cool für mich. Aber weiß du was? Ich bin kein Unmensch. Ich habe dafür Verständnis, dass das nun eine neue Situation für dich ist und darum gebe ich dir eine zweite Chance. Du gehst anschließend online und schreibst mir noch einmal. Diesmal erwarte ich einen etwas anderen Umgangston.”

Im Hintergrund konnte Heike plötzlich Anjas Stimme erkennen. Hast du mein Handy gesehen?, hatte die Ehefrau gerufen. Es war zum Schreien und Heike genoss die Macht, die sie gerade verspürte.

“Du bist entlassen”, erklärte Heike und legte auf.

Es dauerte keine zehn Minuten, da traf bei ihr eine neue Nachricht auf 
Oriolle ein. Heike schlenderte siegessicher zum Computer und rief sie auf.

“OK. Was soll ich tun?
Sven”

Die Email war kurz, doch sie war ein klarer Ausdruck von Niederlage.

Sonntag Abend bei mir“, schrieb sie zurück. “19:00. Hier ist die Adresse. Sei pünktlich.

Der Sonntag war der 23. Dezember. Heike setzte sich grübelnd auf den Bürostuhl. Sie wollte es besonders haben. Vorbei mit den trostlosen einsamen Weihnachtstagen.

Am Sonntag Abend klingelte es erwartungsgemäß an ihrer Tür. Sven sah genauso aus, wie auf den unzähligen Fotos. Da war wieder dieses Gefühl von bizarrer Vertrautheit, die sie auch bei ihm empfand. Nach all den Wochen, die sie damit verbrachte, auf seine Fotos auf ihrer Wand zu starren. Sie kannte sein Lächeln. Und seinen Penis. Und seine Art, Witze zu reißen.

Heike stellte als erstes fest, dass er etwas kleiner war, als sie ihn sich vorgestellt hatte. Und auch vermisste sie den lebhaften, lebensfrohen Blick, mit dem sie durch all die Bilder so familiär war. Dieser junge Mann blickte mürrisch drein und stellte sich trotzig in die Mitte des Wohnzimmers.

Heike trug heute Abend rote Leggings und ein altes T-Shirt. Sie war barfuß in einfachen Pantoffeln. Bei den früheren Aktionen mit Markus und Peter hatte sie sich noch ziemlich rausgeputzt, High Heels getragen und Parfüm unter ihre Arme gesprüht. Nun war ihr das relativ gleichgültig. Diese Männer taten ohnehin, was sie ihnen sagte – ob es ihnen nun gefiel, oder nicht.

So hielt sie Sven ihren gewohnten Vortrag. Sie erklärte ihm mit unaufgeregter Stimme, dass heute um Mitternacht alle besprochenen Fotos und Email-Kopien an die besagten Leute verschickt würden, angefangen mit Svens Ehefrau und ihren Kolleginnen im Blumenladen. Sie würde jedoch den automatischen Versandauftrag abbrechen, falls sie mit dem Verlauf des Abends zufrieden war.

Sven blickte sie etwas blass an. Es war deutlich sichtbar, dass er gekommen war, um ihr die Meinung zu sagen, doch wie bei seinen Vorgängern hatte ihm Heike mit ihrer Cronjob-Story den Wind aus den Segeln genommen.

Natürlich überstieg eine solche serverseitige Programmierarbeit ihre Fähigkeiten. Doch das wussten die Männer nicht. Sie bluffte besser, als sie alle zusammen.

“Fürs so etwas muss man doch in Stimmung sein”, brummte Sven. “Wie soll das funktionieren? Du erwartest einen perfekten Liebhaber, doch ich kann doch keine Wunder tun. Ich bin auch nicht scharf auf dich. Mein Typ bist du gar nicht …”

“Halt mal kurz inne”, sagte Heike. “Dieses Gejammer kannst du dir bei mir sparen. Ich erwarte Leistung. Ich erwarte qualitativen Sex. Und nicht nur heute, sondern wann immer ich auf dich Lust habe. Außerdem hast du Glück. Ich habe schon lange keinen Blowjob gegeben und mir ist gerade danach. Aber in der Zukunft erwarte ich eine Performance von dir, die nicht davon abhängig ist, ob ich die auf die Sprünge helfe oder nicht …”

Sie deutete ihm an, näher zu kommen. Sven trat an sie heran, langsam und ohne Enthusiasmus. Heike saß am Sofa-Rand und griff nach seinem Hosenknopf. Sie öffnete ihn schnell. Mit einem etwas hämischen Blick riss sie ihm die Hose und die Unterhose herunter. Sie musterte seinen Schwanz und vorzog den Mundwinkel zu einem arroganten Grinsen.

“Schauen wir doch mal, was du drauf hast”, sagte sie und blickte ihn von unten spöttisch an. Dann begann sie mit dem Blasen.

Heike wusste, dass er sie von oben hasserfüllt ansah. Vermutlich wünschte er sich gerade, er könnte sie mit etwas erschlagen. Doch sie saß am längeren Hebel. Sie hatte alle Kandidaten mit genauer Absicht ausgewählt. Ein richtiger Dummkopf war nicht dabei. Sie alle hatten etwas zu verlieren und sollten klug genug sein, um gute Miene zum bösen Speil zu machen.

Svens Schwanz gefiel ihr. Sie liebkoste mit ihrer Zungenspitze die Eichel, massierte ihn zwischendrin und wog seine Hoden in ihrer freien Hand.

Bin ja nicht so, dachte Heike. Ich weiß, dass er kämpft. Ich muss ihm nicht auch noch Steine in den Weg werfen.

Einmal sah sie zu ihm hoch. Sie konnte sehen, dass seine Augen geschlossen waren. Er stellte sich vermutlich allerlei, kämpfte gegen die Unlust, gegen die Angst zu versagen und von ihr dafür schrecklich bestraft zu werden. Was sie alles über ihn wusste, was überwältigend. Er wusste nicht, wie er mit einer so beschämenden Bloßstellung seines intimen Doppellebens weiter leben sollte. Sie hätte ihm genauso gut eine Pistole an den Kopf halten können.

Der Schwanz verhärtete sich nur zögerlich. Doch bald schon begann er sich aufzurichten, während Heikes Lippen ihn fest umschlossen. Sie griff grob nach Svens Hand und klatschte sie auf ihren Kopf. Sie erwartete, dass er ihre Haare ein wenig packte, dass er gegen ihren Hinterkopf presste und sich etwas gehen ließ.

Sven tat es und kam damit langsam in Stimmung. Nun erst begann sie die voll Härte und Größe seines Glied in ihrem Mund spüren. Heike fand, dass es an der Zeit war, ihn von seinen Qualen zu erlösen. Sie ließ seinen Schwanz aus ihrem Mund rutschen und packte ihn fest mit der Hand an. Sie masturbierte ihn schnell und präzise, ließ die Oberseite seiner Eichel unter dem gekrümmten Zeigefinger gleiten.

“Los, du geiles Schwein!”, flüsterte sie lasziv. “Spritz mir aufs Gesicht. Du willst es doch.”

Ihr Handgriff war gelungen, denn das Unvermeidliche trat ein und seine Soße klatschte gegen ihre Stirn und ihre Wange. Ein Rinnsal, das über ihre Lippen floss und von ihrem Kinn tropfte.

“Akzeptabel”, sagte Heike kaltschnäuzig und griff nach der Kleenex-Box neben ihr. “Du hast den Test bestanden. Nun lasse mich allein.”

Sie wartete, bis sie die Tür zuklappen hörte. Natürlich hätte sie von ihm verlangen können, ihr einen Orgasmus zu besorgen. Doch sie war zufrieden. Einen Orgasmus konnte sie sich auch selbst besorgen – das war kein Problem. Aber einen Mann zu beherrschen, das war ein Gefühl, das an dieser Stelle konkurrenzlos erschien.

Rating: 5.0/5. Von 1 Abstimmung.
Bitte warten...

Ein Gedanke zu „Die Erpresserin (Teil 4)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.