Gynaikokratie 5

In diesem Kapitel geht es ausnahmsweise nicht um die Fortsetzung von Kasimirs Erlebnissen unter der Frauenherrschaft von Gynaikokratia. Diese Episode beschäftigt sich mit der Organisationsstruktur der gynaikokratischen Enklave.

Zusammenfassung

“Gynaikokratia” ist eine kleine ultra-feministische Enklave in einer nicht näher genannten deutschen Stadt. Die Ausmaße dieser Welt beschränken sich auf ein fünfstöckiges Miethaus am Stadtrand.

In der Anlage leben insgesamt über 80 dominante Frauen, 28 submissive Zofen und über 120 devote Männer. Die Enklave ist einer straffen Hierarchie unterworfen, innerhalb der es eine führende weibliche Schicht und eine weitgehend entrechtete männliche Schicht gibt.

Neue Sklaven werden im ganzen Land mit Hilfe von Chatlines rekrutiert. Erweist sich ein Rekrut als würdig, muss er sich vollständig von seinem bisherigen Leben lossagen und nach Gynaikokratia ziehen. Hier wird ihm seine Kleidung, seine Ausweise und alles, das ihn mit der Außenwelt verbindet, abgenommen.

Jeder Rekrut erhält einen Keuschheitsgürtel (respektive Keuschheitskäfig) und darf sich fortan nur noch nackt im Gebäude bewegen. Das Ziel eines jeden Neulings besteht darin, zügig in den Stand eines Sklaven aufzusteigen – um so einem unwürdigen und häufig unangenehmen Leben als sogenannter “Sykophant” (Mann ohne Herrin) zu entgehen.

Es gehört zu den Aufgaben der Frauen, dafür zu sorgen, dass kein Sklave und auch kein Sykophant unterernährt ist, oder grundsätzlich ein ungesundes Leben führen muss. Im Gegenzug verpflichten sich alle Männer zu einem bedingungslosen Gehorsam.

Frauenherrschaft in Gynaikokratia - Das Organigramm einer Femdom-Enklave

Zusammensetzung der Frauenwelt

Die Frauenwelt der Gynaikokratia besteht aus fünf Ständen: Aristokratinnen, Priesterinnen, Soldatinnen, Administratorinnen und Zofen.

Aristokratinnen (die Königin und ihre Baronessen)

Die Aristokratinnen bilden das Herzstück der Enklave. Sie bestehen insgesamt aus drei Körperschaften:

1. Die Königin (gegenwärtig Königin Regina): sie wird von den Baronessen ausgerufen und muss von der Hohepriesterin akzeptiert werden, die hierbei ein wichtiges Vetorecht besitzt. Die Königin ist die Alleinentscheiderin in allen relevanten Belangen, doch sie berät sich zumeist mit dem dreiköpfigen Rat. Jeder neue Sklavenrekrut wird an seinem ersten Tag in den Thronsaal geführt, wo ihm die Königin eine einmalige Audienz gewährt. Bei dieser Audienz zelebriert die Königin über dem Rekrut das Ritual der Wiedergeburt und tauft ihn auf einen neuen Namen.

2. Die Rätinnen (gegenwärtig Fürstin Patrizia, Fürstin Gloria und Fürstin Tamara): Die Rätinnen sind allesamt Baronessen, die von der Königin in den Ratgeberin-Stand erhoben wurden und damit zugleich den Titel einer Fürstin erhalten. Dieser ist auf Lebenszeit. Auch nach ihrem Rücktritt von dem Rang einer Rätin wird ihnen der Fürstinnentitel nicht abgesprochen.

3. Die Baronessen: Die Baronessen stellen den zahlreichsten Stand innerhalb der weiblichen Welt von Gynaikokratia. Die meisten von ihnen halten sich mindestens einen Sklaven und leben als königlicher Hofstaat im Umfeld der König. Autoritär sind sie nur der König und den drei Fürstinnen rechenschaftspflichtig. Im Organigramm stehen sämtliche Baronessen (z.Z. ca. 50) auf gleicher Stufe mit der Kommandantin und der Obersten Administratorin. Die autoritäre Überlegenheit der Baronessen gegenüber den Soldatinnen und Administratorinnen zeigt sich zum Beispiel darin, dass Baronessen keine konkreten Aufgaben und Arbeiten in der Enklave verrichten und dass sie bei Sklavenversteigerungen das Recht der ersten Wahl haben.

Priesterinnen

Die Priesterinnen werden von der Hohepriesterin (gegenwärtig Kaira) angeführt und stehen ein wenig jenseits des Machtorganigramms. Sie sind ausschließlich der Hohepriesterin rechenschaftspflichtig, die sich wiederum lediglich der Königin zu verantworten hat. Die Priesterinnen dienen im “Tempel der Dreifachen Weiblichkeit”.

Die offizielle Religion von Gynaikokratia erkennt drei Göttinnen an: Pallas Athene (Göttin der Weisheit), Julia Caesaris (Göttin der Freiheit) und Hypatia von Alexandria (Göttin der Erkenntnis). Jeder neue Rekrut darf an seinem ersten Tag die Hohepriesterin aufsuchen, die ihm das Wesen des Gebets erklärt und ihn mit drei (äußerst erinnerungswürdigen) Schlägen mit einem Holzpaddel initiiert. Die Männer von Gynaikokratia werden angehalten dreimal am Tag zu einer der drei Göttinnen zu beten und hierbei entsprechende Gebetsriten zu absolvieren. Die Priesterinnen sind der einzige Stand innerhalb der Frauenschicht, der sich keine Sklaven oder Zofen halten darf. Sie leben zwar nicht in vollständiger Keuschheit, doch ist ihre Sexualität streng reglementiert und im Einklang mit religiösen Riten.

Administratorinnen

Die Administratorinnen erhalten die Enklave am Laufen. Sie sind für die Lebensmittelversorgung, rechtliche Fragen und grundsätzlich für jeglichen Austausch mit der “Außenwelt” zuständig. Sie werden von der Obersten Administratorin angeführt (gegenwärtig Klara). Zu den Aufgaben der Administratorinnen gehört es, den Arbeitsalltag der Sklaven zu organisieren, ihre Keuschheitsschlüssel bis zur erfolgreichen Versteigerung zu verwahren und den Betrieb der Küche und der Wäscherei zu überwachen. Die Oberste Administratorin ist ebenfalls für die Finanzangelegenheiten der Enklave zuständig. Ähnlich wie die Baronessen halten sich auch Administratorinnen ihre eigenen Sklaven, doch haben sie bei Versteigerungen nur das Recht der Zweiten Wahl.

Kriegerinnen (Soldatinnen)

Die Kriegerinnen sind für die Sicherheit der Königin und der Baronessen zuständig, doch ihre vorrangige Aufgabe besteht darin, die Männer zu kontrollieren und so einen reibungslosen Alltag der Gemeinde zu gewährleisten. Die Kriegerinnen sind häufig bisexuelle oder lesbische Frauen, obwohl auch dieses Klischee allerlei Ausnahmen besitzt. Sie tragen Hosen, Stiefel und Uniformen und sind mit Schlagstöcken ausgerüstet. Zusätzlich erkennt man sie an ihren kurzen Haarschnitten. Die Kriegerinnen werden von einer Kommandantin angeführt (gegenwärtig Kommandantin Bellatrix), die zwar den Fürstinnen untergeordnet ist, doch traditionell eigentlich nur der Königin zu gehorchen hat. Zahlreiche Kriegerinnen halten sich eigene Sklaven und haben hierbei eher den schlechten Ruf von gewisser Grausamkeit. Bei Versteigerungen haben sie das Recht der Zweiten Wahl, nachdem die Baronessen ihre Entscheidungen getroffen haben.

Zofen

Die Zofen sind die unterste Ebene der Frauenwelt. Hierbei handelt es sich oft um gefallene (degradierte) Baronessen, aber auch um ultra-masochistische Frauen, die sich bewusst für dieses Schicksal entschieden haben. Zofen haben zwar mehr Rechte als die Männer, müssen aber häufig mit ihnen niedere Dienste verrichten. Viele Zofen dienen als Sklavinnen von Kriegerinnen, die sexuell nicht an Männern interessiert sind.

Zusammensetzung der Männerwelt

Die Unterschicht der Männer besteht aus drei Ständen, die hierarchisch übereinander stehen.

Trans-Zofen

Hierbei handelt es sich um Männer, die sich bereit erklärt haben, die Kleidung und Lebensweise von Zofen und Sissies anzunehmen. Ihre grundsätzlich Bereitschaft, die weiblichen Werte und Wesenszüge anzunehmen gibt ihnen gewisse Privilegien, weshalb sie über den gewöhnlichen Sklaven stehen. Sie können ebenfalls von Baronessen, Soldatinnen oder Administratorinnen erworben werden, doch dürften sie auch allein stehend leben und nehmen häufig aktiv an der Verwaltung der Enklave teil. Zur Zeit gibt es insgesamt 8 Trans-Zofen in der Enklave. Alle Zofen müssen den Keuschheitskäfig tragen. Jene unter ihnen, die sich im Besitz einer Frau befinden, tragen ebenfalls den vorgeschriebenen Analplug. Zu einer Trans-Zofe kann nur ein ehemaliger Sklave werden, der von seiner Herrin aufgegeben wurde und damit vermeiden möchte, in das elende Dasein eines Sykophanten zurück zu fallen. Sykophanten ist es dagegen nicht gestattet, direkt zu Trans-Zofen zu werden. Dies geht nur, wenn sie bereits mindestens einmal Sklaven waren.

Sklaven

Als Sklave gilt in der Enklave ein jeder Mann, der von einer Baronesse, einer Administratorin oder einer Kriegerin erwählt wurde. Gegenwärtig gibt es über 90 Sklaven. Sie alle sind im Besitz einer Frau. Sie alle müssen einen Keuschheitskäfig tragen, den ihre Herrinn von der zuständigen Administratorin überreicht bekommt. Als Zeichen des Besitztum trägt der Sklave den ganzen Tag einen Analplug mit einem gut sichtbaren Griff. Diesen Plug darf nur die Herrin entfernen. Somit stellt er einen symbolischen Schutz vor Übergriffen dar. Sklaven werden im Arbeitsalltag eingesetzt und müssen die meiste Zeit Reinigungsarbeiten verrichten, in der Küche arbeiten, – doch vor allem ihre Ladys bei Laune halten.

Sykophanten

Sykophanten sind die unterste Ebene der Männer und somit auch grundsätzlich die unterste Schicht von Gynokraitia. Sie sind rechtelos und unterstehen auch nicht dem Schutz einer persönlichen Herrin. Deshalb sind sie häufig den Übergriffen der Sklaven oder missgelaunter Kriegerinnen ausgesetzt. Sie müssen wie die Sklaven nackt leben und einen Keuschheitskäfig tragen. Sykophanten sind jedoch durch die Abwesenheit des Besitzerinnen-Plugs erkennbar. Sie werden oft mit den unangenehmsten Arbeiten beauftragt. So führen sie ein recht elendes Leben. Ihr Ziel ist es stets, bei einer Versteigerung endlich erwählt und zu ordentlichen Sklaven gemacht zu werden.

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