Weibliche und männliche Doms im Vergleich

In dieser BDSM Geschichte erzählt uns Karin von ihren Erfahrungen mit weiblichen Dommen, aber auch von der Härte, die dabei gezeigt wurde.

Ich dachte, ich schreibe auch mal etwas zum Thema FemDom, obwohl das ein Feld ist, wo sich doch eher Männer äußern. Ich selbst bin ziemlich hetero und damit immer auf der Suche nach einem männlichen Dom. Doch ein wenig Erfahrungen mit weiblichen Dommen habe ich allerdings auch. Das scheint ohnehin einer Frau leichter zu fallen, sich auf ein wenig “bi” einzulassen, als es bei Männern der Fall ist. Ich schätze mal, dass zu viele Männer das als etwas empfinden, dass sie angreifbar macht, oder als Schwächlinge dastehen lässt. Als Frau habe ich dieses Problem einfach nicht.

Wenn ich nun also einen Vergleich zwischen Doms und Dommen ziehen müsste – und das basiert ausschließlich auf meiner persönlichen Erfahrung, andere mögen das ganz anders erleben. Wenn ich da also einen Vergleich ziehen würde, so fiele mir als erstes ein, dass weibliche Dominas doch etwas härter und heftiger sind, als Männer. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Es mag sein, dass viele Doms letztendlich eine tiefsitzende, unterbewusste Hemmung haben, eine Frau zu schlagen und so nehmen sie sich – ob nun bewusst oder nicht – ein wenig zurück. Ich weiß nicht, ob das zutrifft. Sicher nicht auf alle. Der weibliche Sadismus scheint doch sehr unmittelbar zu sein, roh geradezu, zumeist ungefiltert durch sexuelle Bedürfnisse.

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Damit will ich jetzt aber nicht zum Ausdruck bringen, dass Männer irgendwie allzu soft wären. Natürlich gab es da auch Männer, die beim Spanking alles andere als mild waren. Doch mein Eindruck war, dass die Erfahrungen mit Frauen (ich hatte da bis jetzt drei Begegnungen mit weiblichen Doms) etwas härter und herausfordernder waren.

BueckstueckKarinNun muss krasse Härte nicht unbedingt das sein, was ich an dem Tag am meisten brauche. Ich kann auch eine Session genießen, die nicht krass heftig ist. Ohnehin ist mir auch die sexuelle Komponente, das Befühlen, Befingern und schließlich das Besteigen wichtig – all das fällt mit einer Domina doch eher kurz. Doch dazu komme ich noch.

Doch letztendlich erscheinen mir männliche Doms einfach fantasievoller und die Sessions mit ihnen sind oft origineller und ideenreicher. Weibliche Dommen sind da manchmal etwas monoton und manchmal kommt es mir auch so vor, als ob sie zu sehr davon verzogen sind, dass sie zu viele männliche Subs hatten, die anspruchslos waren.

Es gibt sicherlich auch Vorteile, die sich bei den Begegnungen mit dominanten Frauen abgezeichnet haben. Der wichtigste Vorzug – und das ist etwas, dass einige Subbis wirklich zu vorübergehenden Lesben machen kann – ist die Verlässlichkeit einer solchen Domme. Es gibt (und ich weiß wovon ich spreche, denn ich bin schon seit über drei Jahren auf ständiger Pirsch, wenn es um männliche Doms geht) bei Männern einfach eine Menge Bedenken, die ich erst überwinden muss. Gerade bei mir ist es ein echtes Problem, denn meine Gelüste beinhalten allerlei Rollenspiele, in denen ich oft eine Art schamlose Hure bin, die bereit ist fremde Männer zu befriedigen, doch dafür dann auch bestraft werden muss. Das ist, was mich aufregt, erregt, meinen Puls hochjagt. Es ist mein Kick. Aber es ist auch verdammt riskant.

Ich will ja nicht an einen Psycho geraten, genauso, wie ich nicht will, dass mich jemand ausnutzt, der mich in Wirklichkeit nicht respektiert und sozusagen zwischen dem Menschen und dem Rollenspiel nicht unterscheiden kann. Hinzu kommt, dass es Männer gibt, die sich für Doms nur ausgeben, doch in Wirklichkeit eine Art Porno-Erfahrung suchen, mit einer Frau, die zu allem bereit ist. Es gibt auch Männer, die falsche Tatsachen vortäuschen. Und dann gibt es die häufigste Gattung: die Verbal-Erotiker, die zwar super coole Doms, mit riesigen Schwänzen sind, wenn es darum geht, sich in einem Chat darzustellen – doch wenn dann die Begegnung ansteht, sind sie nie wieder gesehen.

All diese Probleme gibt es mit Frauen nicht. Eine Domme kann in einem Kennenlern-Gespräch klar Schiff machen. Da sind keine Spielchen dabei, oder irgendwelche unausgesprochenen Strategien. What you see is what you get. Das mag dann am Ende nicht genug für mich sein, doch ich kann mich nicht beschweren, dass etwas daran Etikettenschwindel war.

Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass der Umgang mit weiblichen Dommen deutlich unkomplizierter ist, da sie meisten ein ausgeglichenes Familienumfeld haben. Oder gar keins. Sie sind entweder singel, oder sie haben eine klare Ehe-Situation – sprich sie haben einen submissiven Ehemann und ihre Aktivitäten stellen keine Heimlichtuerei dar.

DAS ist allerdings gänzlich anders bei Männern. Natürlich gibt es (zum Glück!) genug ehrliche Doms, die auch noch single sind. OK, das ist jetzt etwas übertrieben. Genug gibt es ihrer nicht. Es gibt ein paar, die single sind und sogar vertrauenswürdig. Wenn sie viele wären, wäre ich nicht ständig auf Suche. Wobei… Ich bin ja auch etwas unersättlich. Aber das ist eine andere Geschichte! Das hat nichts mit dem Thema hier zu tun. Zerfix!

Also ein beachtlicher Teil sogenannter Doms sind verheiratete oder vergebene Männer, die in ihrer Ehe oder Beziehung keine Dominanz ausleben können. Ich gebe zu, dass ich mich auf solche Partien häufig eingelassen habe – und manchmal ärgerte mich das im Nachhinein. Denn obwohl solche Männer eher behutsam sind und von ihnen auch keine unmittelbare Gefahr ausgeht (denn sie wollen ja ihr Privatleben nicht zerstören), können sie anstrengend sein, wenn es um Terminvereinbarungen geht.

Da kommen dann plötzlich so wirre Vorschläge, wie ein Treffen am Dienstag morgen um 08:30. Also während der betreffende Mann auf dem Weg in die Arbeit ist. Und nur 45 Minuten Zeit ist vorhanden. Das könnte man aber ins Spiel einbeziehen, meinte der vermeintliche “Dom”. Vielleicht mit Hilfe einer Alarmuhr. WTF? Da habe ich nur abgewunken.

Da erfahre ich dann manchmal, dass der einzige Grund, weshalb unser Treffen so locker und ausgelassen war. Es  nahm einen ganzen Freitag Abend und Samstag Vormittag in Anspruch. Der bestand darin, dass die Ehefrau sich auf Kur befand – etwas das sie allerdings nur einmal im Jahr täte. Alle weiteren Vorschläge zu Treffen, die danach noch kamen, waren geradezu abgründig. Sachen, wie Mittagspausen und so…

Bei einer Frau muss ich mich zumindest mit solchen Zeug nicht befassen. Ich kann ihr deutlich leichter vertrauen.

BueckstueckKarinMeine drei bisherigen Sessions mit Frauen waren allerdings auch recht unterschiedlich, so dass man sie nur sehr grob in eine Schublade stecken kann.

Die erste weibliche Domina war eine sehr strenge Lady aus Passau, die bereits in ihren 50ern ist und in ihrer Stadt auch in einschlägigen BDSM-Kreisen durchaus bekannt ist. Ich bin damals zu ihr gefahren, weil ich einfach die “Experience” gesucht habe. Das war in meinem ersten Jahr als Masoschlampe und ich hatte einfach das Gefühl, dass es endlich so weit ist. Ich eben auch eine weibliche Dominanz ausprobieren sollte. Da war ich auch noch in der Phase, wo ich ständig herausfinden wollte, wo sich meine Grenzen befinden und wie hart ich es eigentlich aushalte. Die Domina war recht streng und hatte auch keine Mühe, mich das spüren zu lassen. Sie hatte eine tolle dominante Stimme und ihr Holzpaddel war recht krass.

Sie gab mir am Ende der Session dieses aufblasbare Kissen mit, das so hufeisenförmig ist und zum Sitzen gedacht, wenn man z.B. Hämorrhoiden hat. Ich dachte, sie übertreibt, aber ich konnte danach eine Woche nicht wirklich gut sitzen. Daheim im Blumenladen hatte ich paar Tage das Kissen dabei. Darauf saß ich dann, wenn keine Kunden da waren und ich nicht am Schalter stehen musste.

Doch obwohl die Lady aus Passau sicherlich meine Grenzen damals verschoben hatte, war das für mich nur eine “halbe Erfahrung”. Denn mir fehlte eindeutig das Sexuelle. Das ist, was mich an SM mit einem Dom halt so anmacht. Diese Leidenschaft und dieser sexuelle Trieb, der da in ihm spürbar ist. Ich liebe es einfach, wenn ich geschunden aufs Bett geworfen werde und spüre, wie der Dom in mich eindringt. Da stehe ich einfach dazu.

Meine zweite Session mit einer Frau war irgendwie ganz anders. Das war eine Dame in München, auch schon etwas älter und gänzlich lesbisch. Sie war von ihrem Auftreten her überhaupt nicht streng, beinahe schon zärtlich und stets so verständnisvoll. Doch dann kamen ihre Rohrstock-Schläge und das war verdammt aua… Sie war durch und durch sadistisch und das schmerzvolle Schreien und Weinen machte sie wahnsinnig an. Da war also auch eine sexuelle Komponente im Spiel, die ich interessant fand. Später machte sie es sich in ihrem Sessel bequem und ich musste auf allen Vieren zu ihr robben und sie oral befriedigen.

Ich hatte schon an dieser immensen Feuchtigkeit, die sie während der Bestrafung gebildet hatte, gleich gemerkt, wie sie die Sache sexuell anmachte. Ich bin jetzt nicht gerade “bi”, geschweige denn lesbisch, also kostete mich das Lecken schon ziemlich Überwindung. Aber auf der anderen Seite hatte ich gerade das daran genossen, da dies so jenseits irgendwelcher Wunschlisten-Sessions war. Ich fühlte mich wirklich wie ein Fisch auf dem Trockenen und das allein war schon sehr faszinierend.

Meine dritte Session mit einer Frau war dann auch sehr intensiv. Hierbei handelte sich um “Miss Aurora”, die ich ebenfalls im Chat kennengelernt hatte. Wir hatten uns gut verstanden und redeten über so viele Sachen. Eigentlich war ich nicht mehr auf der Suche nach einer neuen “Bi-Erfahrung” – das Thema war für mich eher erledigt. Aber am Ende hatten wir uns doch getroffen, wenn auch mehr zum plaudern.

Wir saßen bei ihr und tranken ein wenig Wein – und mehr spontan hatten wir dann doch beschlossen, etwas zu machen. Einfach nur, damit wir an dem Abend beide nicht irgendwie ganz unbefriedigt ins Bett gehen mussten. Auch Miss Aurora ist nicht gerade zaghaft beim Spanking, doch noch fieser fand ich ihre Klemmen und Klammern. Und als ich beißende und ziehende Schmerzen an mindestens sechs verschiedenen Stellen meines Körpers spürte (inklusive der üblichen Nippeln und Schamlippen), befahl sie mir plötzlich auf alle vier zu gehen und der Strapon kam zum Vorschein.

Sie ist ja, was das Thema betrifft, eine gewisse Berühmtheit in einschlägigen Kreisen. Es gibt unglaublich viele Männer, die scharf auf Strapons sind. Ich habe den Umschnallkolben erstmal vaginal zu spüren bekommen, was intensiv, doch auch schön war. Doch als ich dann das kalte Gleitmittel auf meinem Po spürte, wusste ich, dass die Hintertür dran war. Die Bearbeitung mit dem Strapon hatte gut halbe Stunde gedauert und ich war danach körperlich fix und fertig. Sie hatte mich dann allein im Zimmer gelassen und erlaubte mir, es mir selbst zu machen, während sie unter der Dusche war. Alles in allem – sehr spannend.

In allen drei Fällen waren die Damen härter im Spanking, als die Männer, mit den ich bis dahin ausgegangen war. Das waren also mein Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Dominanzen. Ich weiß, keine hohe Dichtung. 🙂

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3 Gedanken zu „Weibliche und männliche Doms im Vergleich

  1. Nachvollziehbar. Sicherlich spielt eine Rolle, dass viele Herrinnen nicht so sehr den unmittelbaren Sex im Spiel haben – der Rest ist dann automatisch rauer. Ich finde ja, dass dominante Männer gerne auch mal die eine oder andere Zärtlichkeit einbauen. Vielleicht als einen Tease. Kommt bei Dominas nicht ganz so oft vor. Ich könnte mich aber irren. Ich muss dazu mal Conny befragen, denn im Gegenteil zu mir hatte sie früher auch allerlei Erfahrungen mit Ladys.

  2. Da ist viel dran, was du da so beschreibst. Ich habe manchmal zusammen mit einem Dom und einer oder mehrerer Subbis Sessions gemacht und diese Wesenszüge zeichnen sich da durchaus ab.

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