130 Schläge

In dieser Geschichte erfahren wir von einer wirklich nervenaufreibenden Züchtigung . Die Qual besteht nicht so sehr darin, dass die Schläge wehtun, sondern in dem Willen, die Schläge auch dann zu wollen, wenn sie fast unerträglich erscheinen.

Die Herrin sitzt immer am längeren Hebel und dafür gibt es einen triftigen Grund. Die Herrin braucht den einen Sklaven nicht. Es gibt in dieser Ära in der wir leben so viele submissive und devote Männer, dass die Herrin nur wenig Mühe hat, die entstandene Lücke zu schließen. Es ist ohnehin ein wenig Mode geworden und den Dominas, sich einen ganzen Stall aus Sklaven zu halten und sich nach Lust und Laune stets den herauszupicken, mit dem frau spielen möchte.

Und darum sitzt die Lady immer am längeren Hebel. Denn auch wenn ihre nächste Idee zu extrem erscheint, oder gänzlich gegen die Neigungen des Sklaven geht, tut ein Sklave gut daran, den Befehlen dennoch Folge zu leisten. Denn was ist die Alternative? Wer der Herrin widerspricht und ihrem Wunsche nicht Folge leistet, ist jederzeit frei zu gehen. Die Herrin sagt dann nur: “Kein Problem. Zieh dich an und schau nochmal, dass du nichts vergessen hast. Du findest ja die Tür.” So einfach ist es. Doch erneut eingeladen wird man dann kaum. Und wenn man als Sklave gerne herrinnenlos ist, dann mag man diese Entscheidung vorziehen. Die meisten Sklaven werden aber vermutlich lieber den Unwillen herunterschlucken und weiterhin die Gunst der Lady genießen.

Ich hatte so etwas erlebt, als meine erste Lady (die sich Herrin Katharina nannte) plötzlich diese Passion für Rohrstöcke entdeckt hatte. Bis dahin schmückten ihren Schrank nur all diese Lederpaddle und eine Neunschwänzige Katze, die ich aber halb so schlimm fand. Selbiges galt auch für die klassischen hübschen Reitgerten, die ihr so toll in der Hand lagen – die ich aber ganz gut vertrug.

Es war aber auch ein längliches Holzpaddel dabei, das ein wenig an englischen Schulen im vorletzten Jahrhundert erinnerte. Das war eine harte Meile. Ich wusste, ich war in Schwierigkeiten, wenn meine Lady nach dem Holzpaddel griff. Die riesigen roten, blauen und teilweise schwarzen Flecken gingen ganze Tage, gar Wochen nicht weg. An den Besuch einer Sauna oder eines Schwimmbads war da oft nicht zu denken.

Doch eines Tages – und der Teufel mag sie holen – redete meiner Herrin eine ihrer seelenverwandten Freundinnen ein, dass sie sich mehr mit Rohrstöcken betätigen müsse. Dies sei ein wichtiges Ritual, das mit der Wahl des richtigen Holzes im Forst beginnt. Meine Lady war – wie ich später erfuhr – auch in den Wald gegangen und brachte eine ganze Reihe an Stöcken zurück, die einweichte und dann zum Trocknen aufhing.

Ich wusste da von gar nichts. Doch als sie mich das nächste Mal zu sich einlud, lag das Ding provokant auf dem Fußende des Bettes. Au weia, dachte ich mir. Der Rohrstock war keines dieser arg biegsamen Ruten, die zwar teuflisch zwicken, aber insgesamt nur wenig Unheil anrichten. Dieses Gerät war gut einen Zentimeter dick und besaß die Länge von mindestens 130 Zentimetern.

Es dauerte nicht lange, und die Herrin kam zur Sache. Ich musste mich wie gewohnt hinknien und mein rotes Büchlein abgeben. Sie hatte es mir ein Jahr zuvor ausgehändigt und ich muss darin alle Unarten aufschreiben, die ich mir so leiste. Da wir uns höchstens einmal in zwei Monaten sahen, kam da meistens einiges zusammen.

Doch diesen Monat war es besonders schlimm. Paar Wochen vorher hatte ich einen unerwarteten Besuch bekommen – von einer alten Schulfreundin, die in meiner Gegend war und sich dort bei einer Firma beworben hatte. Als wir noch zur Schule gingen, hatten wir ein kleines Ding laufen, nichts ernstes. Aber es schaffte eine freundschaftliche Vertrautheit, die geblieben ist. So haben wir gemeinsam eine Flasche Wein leer gemacht, natürlich über die alten Zeiten geredet und … wie auch anders, miteinander geschlafen.

Ich nahm ja den Umgang mit meiner damaligen Herrin sehr ernst. So wie ich es bis heute mit Herrin N**** tue. So landete dieses erotische Abenteuer natürlich im roten Buch. Meine damalige Domina war nicht “amused”. Dass dies ausgerechnet mit dem Abend zusammenfiel, an dem sie ihren neuen Rohrstock ausprobieren wollte, war einfach nur verdammtes Pech.

Nachdem sie das Buch wieder zugeschlagen hatte, war ihr Blick ernst und ihre Lippen wirkten so dünn, vermutlich weil ihre Zähne zusammengebissen waren.

“Das ist ein ungeheuerliche Übertretung. Du bist mein Sklave und es wäre deine Aufgabe gewesen, mich vor dem Vollzug einer solchen Schandtat anzurufen und hierzu eine Erlaubnis einzuholen. Es ist ja nicht so, dass ich dir gar nichts gönne.” Etwas in der Art sagte sie, ich kann mich nicht zu genau daran erinnern, war ich doch viel zu aufgeregt.

“Es tut mir Leid”, plapperte ich. “Ich hatte Angst, Sie würden es nicht erlauben.”

“Und wenn ich es dir nicht erlaubt hätte, hättest du sie trotzdem bestiegen?”

Ich nickte nur stumm mit dem Kopf.

“Ich verhänge hier 120 Schläge mit dem Rohrstock …”

“Bitte nicht, Herrin”, bettelte ich mit erstickter Stimme. “Das ist zu viel.”

“Du kannst jederzeit erklären, dass es dir zu viel ist und deine Sachen packen, das ist dir klar, oder?”

Da wer er eben, der längere Hebel. Natürlich musste ich mich beugen, denn sonst wurde ich aus ihrer Gunst entlassen. Doch Herrin Katharina war eine faszinierende Lady und ich war doch auch froh und stolz, dass sie einen Wurm wie mich überhaupt aufgehoben hat. Sie war bereits 54 (ich erst 27) und obwohl sie sehr streng war, konnte sie auch wunderbar belohnen.

Ich hatte viele Stunden meines Lebens damals damit verbracht, ihren Schoss zu liebkosen und ihr damit himmlische Freuden zu bereiten. Allein darauf zu verzichten, fiel mir sehr schwer.

“Aber 120 Schläge …”, flüsterte ich.

“Es sind jetzt 130 Schläge geworden, weil du mich unterbrochen hast”, sagte sie kalt. “Ich war gerade dabei zu erklären, dass ich über dir 120 Schläge verhänge, doch wegen dieser extrem hohen Zahl diese in drei Margen verabreichen möchte. Vorzugsweise drei Tage nacheinander. Hast du morgen und übermorgen Abend etwas vor?”

Es war eine rhetorische Frage, denn Herrin Katharina erwartete einfach, dass ich zur Stelle war.

“Nun haben wir zehn Schläge extra, für deine Aufmüpfigkeit”, fuhr sie mit einem grausamen Blick fort. “Die werden dann am vierten Abend fällig. Zieh dich jetzt aus, damit wir anfangen können.”

Mir war sehr mulmig zumute. Wie so oft war es bei der Herrin recht kühl, so dass die Kälte auf meiner Haut zu der intensiven Atmosphäre beitrug. Katherina hatte diesen großen Holzbock im Schlafzimmer stehen. Keines dieser wackligen Dinger aus dem Baumarkt, sondern ein stabiles Ungetüm, mit verstellbarer Höhe.

Meistens warf sie da ihre Kleidung drüber, was sehr unauffällig war. Doch nun lag da gar nichts darauf. Das kantige, raue Holz wartete auf meinen nackten Bauch.

“Nimm deine Position ein”, bellte die Herrin. Mein Verhalten hatte sie sehr unzufrieden gemacht.

Ich beugte mich über den Holzbock. Mein Bauch drückte unangenehm gegen das dicke Brett.

“Mitzählen!”, fauchte Katharina.

Der erste Schlag ging sogleich hernieder. Es war ein entsetzlicher Schmerz, der unsere bisherigen Spanking-Sessions übertraf. Ich stöhne eine Weile bei jeden Schlag und zischte gequält die Zahlen zwischen den Zähnen. Doch ab dem zehnten Schlag ging es nicht mehr und ich musste laut aufschreien. Das Ganze verwandelte sich in einen seltsamen Trancezustand.

Ich sprang zwar häufig auf und rieb mir den Hintern, doch ich wagte es nicht, mehr zu widersprechen, da ich Angst hatte, die Herrin noch mehr zu enttäuschen und darum als Sklave gekündigt zu werfen. Ab dem dreißigsten Schlag schossen Tränen in meine Augen und schrie und rotzte vor mich hin. Bei 40 war es dann vorbei.

Lady Katharina begutachtete meinen Hintern. Einige der Striemen waren wohl leicht geplatzt und bluteten. Sie befahl mir in der unbequemen Position zu verharren. Ich hing da immer noch über dem breiten Holz geknickt und starrte auf dem Laminatboden. Meine Tränen hatten allerlei Tropfen auf dem Boden hinterlassen.

Die Lady kam mit einem Desinfektionsmittel an und legte die brennenden Wattepads auf meinem Hintern ab. Das tat ebenfalls sehr weh und ich zischte wehleidig vor mich hin.

“Zieh dich jetzt an. Morgen dieselbe Uhrzeit”, trug sie mir auf.

Ich spürte den Rohrstock wohin ich auch ging. Im Auto und auch zuhause im Bett. Ich bin nicht gut darin auf dem Bauch zu schlafen, aber anders ging es eben nicht. Am nächsten Tag im Büro spürte ich die Striemen unentwegt. Während die Uhrzeit vorrückte, war mir ganz Bange.

Die Idee, dass ich zur Herrin musste und nochmal eine so ungeheuerliche Strafe erhalten würde, überforderte mich. Denn es ging nicht nur darum, nochmal das selbe Martyrium zu absolvieren, wie gestern. Heute würde es unvergleichlich schlimmer sein, denn mein Hintern war gänzlich wund und lädiert.

Ich wusste natürlich, dass es einfach war, dem neuen Schmerz zu entkommen. Alles was ich tun musste, war die Herrin zu versetzen. Sie würde mir vermutlich nicht einmal hinterhertelefonieren. Aber ich würde sie nie wieder sehen.

So fuhr ich nach der Arbeit nach Hause, duschte und reinigte mich. Ich besah auch meinen Hintern im Wandspiegel. Er war blau und violett. Einige der Streifen hatten ein wenig geblutet und hatten sich kaum wieder verschlossen. Ich zog mich an und nahm griff nach den Autoschlüsseln.

Mit schwerem Herzen klingelte ich bei Lady Katharina. Die Tür öffnete sich. Sie trug einen halbdurchsichtigen Negligé und sah aus, als wollte sie es sich auf dem Bett bequem machen. Sie hatte mir paar mal erlaubt, dabei zu ihren Füßen zu liegen und ihre Beine zu liebkosten. Doch ich war nun in schwerster Probezeit und konnte nicht mit Gefälligkeiten rechnen.

“Zieh dich aus und gehe schon ins Schlafzimmer. Du kennst die Position.”

Ich tat wie geheißen. Es war keine leichte Aufgabe für mich, wäre ich doch am liebsten wieder heraus gerannt. Da war es wieder das kantige Holz des Bocks. Ich stellte mich nackt heran und beugte mich darüber. Die Kante drückte sich wieder gegen meinen Unterbauch.

Nur wenig später kam die Herrin herein. Sie trug den Rohrstock in der Hand. Sie hielt es mir vors Gesicht. Ich küsste den Stock. Das war unser Ritual.

“Du zählst ab 41”, befahl sie mir.

Der erste Schlag verriet bereits, dass sich mich in der Hölle befand. Der bereits wunde Hintern schmerzte unter den neuen Streichen um so mehr. Es gelang mir zwar mitzuzählen, doch meine Stimme glich schon bald einem weinerlichen Winseln. Diesmal dauerte es kaum zehn Schläge und meine Augen füllten sich mit Wasser. Doch zugleich befiel mich eine seltsame Kraftlosigkeit. Ich hing nur noch auf dem Holzbock, heulte Rotz und Wasser, stammelte meine Zahlen und erduldete den Schmerz.

Bei 80 angekommen war es dann vorüber. Die Herrin griff wieder nach der Desinfektion und reinigte die offenen Wunden.

Ich versuchte ihren wohlwollenden Blick zu erheischen, in der Hoffnung sie würde mich ein wenig loben für dieses Durchhaltevermögen. Doch ihre Augen blieben kalt.

“Zieh dich an”, sagte sie. “Morgen um die selbe Uhrzeit.”

Ich konnte im Auto kaum sitzen, so sehr brannte mein Hintern. Zuhause konnte ich nur auf dem Bauch liegen und fragte mich, wie ich es am folgenden Tag im Büro aushalten würde. Meinen einzigen Trost bezog ich aus der Vorstellung, dass morgen ein Freitag war und ich danach nicht in die Arbeit gehen musste.

Der Freitag war nicht leicht für mich. Ich vermied es zu viel zu sitzen, doch einige meiner Kollegen müssen wohl gedacht haben, dass ich zu viel Kaffee getrunken hatte, da ich ständig nur auf den Beinen war. Am Ende war es fast zu auffällig.

Abends stand ich dann erneut vor der Haustür meiner Herrin, zermürbt und verzweifelt. Ich legte den Daumen auf die Klingel, traute mich aber nicht, sie zu drücken. Ich stand mindestens drei Minuten so dar und sammelte meinen Mut. Als ich schließlich den Knopf gedrückt hatte, dauerte es diesmal eine Weile, bis die Herrin kam.

Sie öffnete mir, doch schon als ich die kleine Marmortreppe zu ihrem Wohnzimmer hoch stieg, konnte ich hören, dass sie Besuch hatte.

“Lass dich von den Gästen nicht stören”, erklärte sie mir. “Das sind alles Seelenverwandte.”

Im Wohnzimmer saßen drei Männer und eine Frau. Ihre Kleidung ließ ahnen, dass sie von ähnlichen Neigungen durchdrungen waren, wie meine Herrin.

“Das wird nicht lange dauern”, erklärte ihnen Katharina. “Wir haben nur etwas zu erledigen.”

Sie deutete mir, ins Schlafzimmer zu gehen.

“Können wir nicht zuschauen?”, fragte jemand. Natürlich, schoss mir durch den Kopf. Als ob es nicht noch schlimmer werden könnte.

Da war wieder der längere Hebel meiner Herrin. Natürlich musste ich nicht. Ich hatte zu wollen. So zog ich mich etwas unwillig aus, während die vier Gäste hereinschlenderten, mit Drinks oder Bier in der Hand. Die junge Dame, die dabei war, ließ sich lässig auf das Bett fallen und blieb dort halb gegen den Ellbogen gelehnt liegen.

Unsere Blicke trafen sich, während ich nackt vor ihr stand. Ihre Augen waren hämisch und drückte eine helle Erwartungsfreude aus.

Ich beugte mich breitbeinig über den leidigen Holzbock und berührte mit den Handflächen den kalten Boden.

“Wir zählen ab 81”, erklärte die Herrin.

Sie begann mich zu schlagen. Mein geschundener Hintern brannte sogleich, als hätte ich gar keine Haut und sie würde ins offene Fleisch prügeln. Nach sechs Schlägen begann ich wieder zu schluchzen und brachte die Zahlen nur noch mit einer jaulenden Stimme hervor. Doch ich sprang nicht auf und rieb mir auch nicht nervös den Hintern. Die Blöße gab ich mir vor den Zuschauern nicht.

Eigentlich weiß ich nicht mehr, wie ich es bis 120 durchgehalten hatte. Meine Erinnerung daran ist ein wenig verschwommen. Ich weiß aber, dass ich später neben meiner Autotür stand und meine Hände zitterten, während ich versuchte den Schlüssel ins Schloss zu schieben.

Ich hatte mir bereits ein ganz weiches Kissen ins Auto gelegt, so dass ich es überhaupt fertig gebracht hatte, nach Hause zu fahren.

Daheim zog ich mich aus und musterte meinen Hintern im Spiegel. Es war ein Schlachtfeld. Kreuz und quer befanden sich aufgesprungene Striemen. Die gesamten Hinterbacken waren blau und braun. Die Haut war uneben und beulte sich an manchen Stellen aus, wie altes Pergamentpapier.

Ich trug mir etwas Heilsalbe auf. Es war noch nicht zu Ende – denn morgen musste ich wieder zu Katharina fahren und mir die letzten zehn Schläge abholen. Eine Zusatzstrafe, die ich mir auch noch hätte ersparen können – wäre ich nur still gewesen. Ich und mein Mund!

Immerhin, es waren nur zehn Schläge dachte ich. Ich wusste, dass ich nicht so kurz vor dem Ziel aufgeben konnte. Doch die bloße Idee, dass jemand mit einer Gänsefeder über meinen Hintern schlug, versetzte mich in Panik.

Der Samstag schien nicht voranzugehen. Die Zeit floss wie alter Honig. Ich musste die ganze Zeit an die zehn Schläge denken, die mich erwarteten. Schläge auf einen Hintern, der einfach keine Schläge mehr ertrug und nun einige Wochen verheilen sollte.

Doch es half nichts, ich musste mich meinem Schicksal stellen. So fuhr ich abends an den Stadtrand, wo Herrin Katharina recht abgeschieden lebte. Erneut stand ich vor der Klingel und zögerte. Aber nur einige Augenblicke. Ich wusste ja, dass es für mich keinen Ausweg gab. Ich drückte den Knopf.

Mein Herz blieb fast stehen, als nicht meine Herrin, sondern eine junge Frau mir öffnete. Sie war recht hübsch und hatte diese sorglose Art, die sehr gewinnend war.

“Du musst Ingo sein”, begrüßte sie mich. “Ich bin Tanja. Komm doch rein.”

Ich folgte ihr die Treppe hoch.

“Die Herrin ist nicht da”, sagte sie. “Doch sie hat mir entsprechende Anweisungen gegeben.”

Tanja sprach von “Herrin”, was die Vermutung erlaubte, dass sie eine weitere Sklavin in Katharinas Stall war.

“Es geht also um zehn Schläge mit Rohrstock”, fuhr sie fort. “Zieh dich doch aus und wir schreiten doch gleich zur Tat, findest du nicht.”

Ich blickte sicherlich etwas verdutzt drein, unsicher was ich sagen sollte. Würde mich nun Tanja züchtigen? Sogar in Abwesenheit war Lady Katharina am längeren Hebel. Ich würde doch nicht weglaufen.

Während ich mich auszog und mich dabei etwas genierte – denn ich hatte Tanja erst drei Minuten zuvor kennengelernt. Doch dann schoss mir durch den Kopf, dass nackt vor angezogenen Ladys zu sein, irgendwie auch mein “Ding” war und ich mich darum nicht beklagen müsste. Tanja zog ihr Hemd aus, um freiere Arme zu haben. Sie nahm den Rohrstock und schwang ihn durch die Luft.

Ich sah sie kurz an und stellte erschrocken fest, dass sie sehr athletisch war. Sie sah aus, wie diese Frauen, die im Fitnesscenter vierzig Minuten auf einem Laufband laufen und nicht einmal Schweißflecken unter den Armen haben. Wo war ich da nur hineingeraten?

Ich beugte mich über das vertraute Holz und stützte mich erneut mit den Handflächen auf dem Boden.

“Zählen ab 120, korrekt?”, fragte Tanja. Ich brummte nur etwas, das eine Zustimmung darstellen sollte.

Tanja nahm sich nicht zurück. Sie hatte eindeutig einen kräftigeren und unnachgiebigeren Arm. Diese zehn Streiche waren die schlimmsten meines masochistischen Lebens. Wir machten vor jedem weiteren Schlag mehrere Minuten Pause, denn so viel Zeit brauchte es, bis ich wieder den Mut fasste, mich über den Holzbock zu beugen. Am Ende dauerten die zehn Schläge fast eine Stunde.

Danach war ich erschöpft und gebrochen. Ich rutschte auf die Knie und stützte mich mit dem Ellbogen an dem Holzbock.

“Schau mal”, hörte ich hinter mir Tanjas Stimme. “Die Herrin hat mir hier zwei Umschläge da gelassen.”

Sie wedelte mit beiden Kuverts in der Luft und setzte sich aufs Bett.

“Sie hatte gesagt, falls du versuchst, mich irgendwie dazu anzustiften, die zehn Schläge auszusetzen und darüber zu schweigen, soll ich den blauen Umschlag öffnen. Falls du aber deine Strafe brav erduldest, soll ich den roten Umschlag öffnen.”

Ich hüstelte etwas und folgte stumm und erschöpft ihren Worten.

“Also ich glaube, wir können guten Gewissens den roten Umschlag öffnen, oder?”, meinte Tanja und grinste mich an. “Mann, muss das brennen. Was hast du getan? Der Herrin ins Essen gespuckt?”

“So etwas ähnliches”, röchelte ich, während Tanja den Umschlag aufriss und ein einzelnen Blatt Papier herauszog. Sie faltete es auf und las den kurzen Text mit gehobenen Augenbrauen.

Dann stieß sie ein etwas verunsichertes Lachen aus der Kehle.

“Ähm … Hier steht: ‘Er soll dich auf meinem Bett ficken. Wir wissen beide, dass du es brauchst.’ ”

Sie grinste schließlich und schüttelte den Kopf.

“Das ist eine Art Insider Gag zwischen uns. Schwer zu erklären.” Sie sah mich an und biss sich auf die Unterlippe. “Na dann ziehe ich mich mal aus.”

Ich kämpfte mich auf die Beine. Mein Hintern brannte wie die Hölle, aber ich hatte nicht vor auf dem Rücken zu liegen. Als Tanja mit einem Zug ihre Hose und ihren Slip ausgezogen hatte und rückwärts in die Mitte des Bettes robbte, lächelte sie mich an. “OK, wie willst du es haben?”

“Bleib einfach so, wie du gerade bist”, sagte ich. Mein Schwanz hatte bereits begonnen sich aufzustellen, und der Schmerz an meinem Sitzfleisch fing an so seltsam in den Hintergrund zu driften.

Ich gebe zu, es war keine erotische Meisterleistung. Ich bezweifle, dass es länger als zwei Minuten gedauert hatte. Wir lagen nebeneinander, ich mehr auf der Seite. Ich atmete schwer.

“Die Herrin, die kommt immer mit den schrägsten Ideen”, sagte Tanja und kratzte sich gedankenverloren am Bauch.

“Was war eigentlich in dem blauen Umschlag”, fragte ich.

Tanja sah mich überrascht an.

“Ich habe keine Ahnung”, erwiderte sie. “Lass uns nachsehen.”

Sie beugte sich aus dem Bett und erreichte mit den Fingerspitzen die Kommode, wo der unberührte Brief lag. Sie zog den Umschlag zu sich und ließ sie wieder auf den Rücken fallen. Ich musterte ihre nackten kleinen Brüste, während sie mit den Fingern das Papier aufriss. Sie zog auch dieses Blatt Papier heraus und faltete es auf. Sie las es und lächelte. Dann reichte sie es mir.

“Falls er versucht zu verhandeln oder sich irgendwie herauszumogeln, lasse ihn wissen, dass es nun 40 Schläge mehr sind.”

Ich lachte auf.

Man kann doch auch mal Glück haben, dachte ich.

Ja, Herrin Katharina war schon eine besondere Lady. Aber deshalb waren wir alle bereits, von ihr so viel zu erdulden.


Du findest es prickelnd, einer spottenden Herrin ausgeliefert zu sein – oder gleich mehreren? In dieser Geschichte bleibt kein Wunsch offen.

Zahlenspiele und Spanking


Du bist süchtig nach immer mehr Spanking?
Dann probiere es mal mit dieser BDSM-Geschichte:

Spanking: Von Tischkanten, Böcken und Prügelbänken

 

Rating: 4.7/5. Von 6 Abstimmungen.
Bitte warten...

7 Gedanken zu „130 Schläge

  1. Ich glaube ich bin noch nie über 80 Schläge gekommen. Wobei das stark auf das Werkzeug ankommt. Mit einer weichen Neunschwänzigen könnten es wohl auch 300 Schläge sein. Beim Rohrstock eher nur 30 oder 40.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.